Logo
Dr. Gerschs Wissensarchiv | Hashimoto Meistern Community

Oxalsäure bei lektinfreier Ernährung: Worauf Sie achten sollten

Transparenz-Hinweis (EU AI Act): Die Videoinhalte stammen zu 100% von Dr. Gersch oder seinem medizinischen Team. Das Titelbild und die Text-Zusammenfassungen wurden hingegen maschinell durch eine KI (Künstliche Intelligenz) generiert und sind nicht gesondert ärztlich überprüft.

Video-Transkript

Oxalsäure bei lektinfreier Ernährung: Worauf Sie achten sollten

Bei einer lektinfreien Ernährung stellt sich häufig die Frage, welche Auswirkungen bestimmte Nahrungsbestandteile auf die Gesundheit haben können.

Besonders Oxalsäure rückt dabei in den Fokus. Oxalsäure ist ein Stoff, der als Abbauprodukt von Vitamin C im Körper entstehen kann aber auch ein natürlicher Bestandteil verschiedener Lebensmittel ist, die bei einer lektinfreien Kost regelmäßig verzehrt werden.

Typische Beispiele sind Süßkartoffeln, Schokolade und Rhabarber.

Oxalsäure ist relevant, weil sie bei übermäßiger Zufuhr im Körper zur Bildung von Nierensteinen führen kann.

Über 85 Prozent der Nierensteine bestehen aus Calciumoxalat. Damit ist das Risiko nicht exklusiv auf Menschen mit speziell lektinfreier Ernährung beschränkt. Allerdings kommen bei solchen Ernährungsformen häufig Lebensmittel auf den Tisch, die besonders viel Oxalsäure enthalten.

Deshalb empfiehlt es sich, das Thema Oxalsäure im Ernährungsplan zu berücksichtigen. Unsere Mahlzeitenpläne sind in der Regel so gestaltet, dass die Aufnahme an Oxalsäure möglichst ausgewogen bleibt.

Und wer bereits einmal Nierensteine hatte oder sich wegen der eigenen Nieren besonders sorgt, sollte seinen aktuellen Status regelmäßig überprüfen lassen.

Eine einfache Möglichkeit dafür bietet der Urintest auf Oxalat-Kristalle, den Sie unkompliziert und kostengünstig in der hausärztlichen Praxis durchführen lassen können.

Bei auffälligen Befunden kann das Labor nicht nur feststellen, ob Kristalle vorhanden sind, sondern auch, um welche Stoffe es sich dabei handelt. Wenn Sie eine gezielte Abklärung wünschen, ist zusätzlich eine 24-Stunden-Urinuntersuchung hilfreich.

Dabei wird die Menge der ausgeschiedenen Oxalsäure genau bestimmt.

Die entscheidende Frage dabei ist: Gibt es einen verbindlichen Normalwert für Oxalsäure? Ja, eine kleine Menge darf im Urin erscheinen.

Das ist physiologisch und bedeutet keinen Grund zur Sorge. Kritisch wird es erst, wenn zu viel Oxalsäure ausgeschieden wird und sich dadurch ein Überschuss im Körper aufbaut, der zur Kristallbildung und letztlich zu Nierensteinen führen kann.

Der Laborwert gibt Aufschluss darüber, ob Sie sich noch im grünen Bereich befinden. Erst wenn der Wert überschritten ist, sollte über mögliche Anpassungen des Speiseplans nachgedacht werden.

Wer seine Ernährung nach den etablierten Empfehlungen gestaltet und insbesondere den Mahlzeitenplänen folgt, muss sich meist keine allzu großen Sorgen machen. Wichtig ist, die eigene Vorgeschichte zu kennen und bei Unsicherheiten oder speziellen Risiken, wie bereits stattgehabten Nierensteinen, gezielte Kontrollen vorzusehen.

Ein ausgewogenes Verhältnis von oxalsäurehaltigen Lebensmitteln und Calciumaufnahme kann dazu beitragen, das Risiko für Oxalat-Steine zu reduzieren.


Quellen: Ten tips on the work-up and management of CKD patients with nephrolithiasis.

© Dr. Gersch Zentrum für funktionelle Langlebigkeitsmedizin, Steinmetzstraße 3, 67655 Kaiserslautern | Tel. 0631 / 34 35 97 38 | Impressum | Datenschutz | Verträge hier kündigen oder widerrufen | Kostenlose Video-Kompaktkurse mit Dr. Gersch | Youtube-Kanäle Autoimmunerkrankungen, Atemtherapie & Langlebigkeitsmedizin | TikTok | Podcast