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Dr. Gerschs Wissensarchiv | Hashimoto Meistern Community
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Beim Blick auf ein Ernährungstagebuch wird schnell deutlich, wie viele Details für eine gesunde, lektinfreie Ernährung im Alltag relevant sind.
Zunächst lohnt sich immer ein genauer Blick darauf, welche Getränke konsumiert werden und wie die jeweiligen Speisen zubereitet wurden. Was auf den ersten Blick gesund wirkt, kann Überraschungen bereithalten.
Ein Smoothie zum Frühstück, bestehend aus gefrorenen Beeren, Banane, Datteln und Avocado, klingt zunächst nährstoffreich. Tatsächlich nehmen Sie dabei allerdings große Mengen Fruchtzucker auf, besonders durch Banane und Dattel.
Das ist mehr Fruchtzucker, als der Stoffwechsel unbedingt benötigt. Gerade wenn sich Hefen oder Pilze im Darm befinden, können diese durch ein solches Nährstoffangebot zusätzlich wachsen.
Auch lagern sich auf Trockenfrüchten wie Datteln gelegentlich Pilze ab. Mein Vorschlag wäre, solche süßen Zutaten bewusst sparsam zu verwenden und stattdessen den Smoothie mit Proteinpulver und Ballaststoffen anzureichern.
So lässt sich der Nährstoffgehalt steigern, während der Einfluss auf den Blutzucker moderat bleibt.
Im Speiseplan zeigt sich außerdem die Verwendung von Milobrot ein gluten- und lektinfreies Hirsebrot, das gut verträglich ist.
Kombiniert mit Honig, Marmelade und Rinderschinken ergibt sich eine Mahlzeit, die jedoch reich an Kohlenhydraten sein kann. Zu viel Fruchtzucker und einfache Kohlenhydrate können nach dem Essen zu einem Energieabfall führen.
Beobachten Sie daher Ihr Sättigungsgefühl und Ihre Wachheit nach diesen Mahlzeiten.
Wer zur Hauptmahlzeit Rindfleisch, Zwiebel, Knoblauch und Tomatenmark verwendet, sollte beim Tomatenmark beachten: Optimal ist die Verwendung von geschälten und entkernten Tomaten.
Alternativ reicht die Zubereitung im Schnellkochtopf, um die Lektine zu deaktivieren. Dasselbe gilt für Paprikapulver, das klassischerweise nicht lektinfrei ist, aber durch die richtige Zubereitung verträglich wird.
Wichtig ist dabei die feuchte Hitze, um die Bestandteile optimal zu entgiften.
Ein kritischer Blick auf Fertigprodukte wie Kartoffelknödel offenbart oft unerwünschte Zusätze: Neben Gluten sind Hartweizengrieß, Palmöl, Emulgatoren und für eine lektinfreie Ernährung ungeeignete Milcheiweiße enthalten.
Selbstgemachte Kartoffelklöße auf Basis von geeigneten Zutaten sind kein Problem, solange sie frisch und im Schnellkochtopf zubereitet wurden.
Viele Nüsse, etwa Walnüsse, werden oft als besonders gesund angepriesen.
Es stimmt zwar, dass sie lektinfrei sind, dennoch enthalten sie einen hohen Omega-6-Fettsäureanteil. Bei regelmäßigem, übertriebenem Konsum kann das ungünstig für das Verhältnis der Fettsäuren im Körper werden.
Walnüsse sollten daher als Genussmittel betrachtet werden, und nicht zur dauerhaften Hauptsnackquelle werden auch wenn sie direkt aus dem eigenen Garten stammen.
Hinsichtlich der verwendeten Fette ist Olivenöl ein optimales Beispiel für eine gesunde Wahl.
Wer Palmöl etwa in Kochbananenchips verwenden möchte, sollte dies bewusst dosieren. Besser sind Varianten, die in Kokosöl oder Avocadoöl frittiert wurden.
Der bewusste Einsatz von Glycin im Smoothie, ein süß schmeckendes Protein, kann die Eiweißversorgung verbessern.
Auch Vanille und hausgemachte Beerenmarmelade sind gute Zutaten, allerdings sollte auf den Zuckeranteil geachtet werden.
Beim Kauf von Würsten ist es ratsam, auf die Gewürzzusammensetzung zu achten.
Viele Gewürze enthalten Chili oder Paprika, und hier sollte bei lektinfreier Ernährung ebenfalls auf die Zubereitungsart geachtet werden.
Zum Schluss bleibt zentral: Obst in Maßen ergänzt den Speiseplan, doch mehrere zuckerreiche Sorten in einer Mahlzeit erhöhen rasch die Zufuhr von Fruktose.
Wer beobachtet, dass Müdigkeit nach dem Essen auftritt, oder wer zu Pilzproblemen im Darm neigt, sollte den Konsum reduzieren. Stattdessen lohnt es sich, den Fokus auf vielfältige, naturbelassene, eiweiß- und ballaststoffreiche Speisen zu lenken.
Die Auswahl von Feldsalat, Sellerie und Kohlrabi zeigt, wie abwechslungsreich eine lektinfreie Ernährung sein kann. Kleine „nderungen im Ernährungsalltag führen so Schritt für Schritt zu mehr Wohlbefinden.