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Dr. Gerschs Wissensarchiv | Hashimoto Meistern Community
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Die Fasten-Mimikry-Diät (FMD) gilt als vielversprechende Strategie zur möglichen Linderung von entzündlichen Erkrankungen wie Asthma.
Viele Patienten berichten, dass gerade chronisch-entzündliche Beschwerden auf diese Diätform ausgesprochen gut ansprechen. Insbesondere, wenn das Asthma einen allergischen Hintergrund hat, kann eine gezielte FMD dazu beitragen, die Allergieneigung zu reduzieren.
Zwar sind die Erfolge individuell unterschiedlich, doch zeigt die Erfahrung, dass sich Beschwerden oftmals deutlich bessern können.
Fasten ist grundsätzlich eine stark antientzündliche Maßnahme.
Gleichzeitig bewirkt das Kaloriendefizit, dass Sie auf die Energiereserven Ihres Fettgewebes zugreifen. Dieser Prozess setzt jedoch voraus, dass Stresshormone, insbesondere Noradrenalin, freigesetzt werden.
Der Körper schaltet bei reduzierter Kalorienzufuhr von einem zuckerbasierten Stoffwechsel zunehmend auf die Nutzung von Fettsäuren um. Und genau hier erfolgt die entscheidende Umstellung: Das Insulin sinkt, Noradrenalin steigt an.
Viele empfinden sich dann energetischer, fokussierter und erleben weitere positive Effekte.
Biologisch gesehen ist dieser Mechanismus auf das Überleben ausgelegt. Fettreserven werden in natürlichen Stresssituationen oder in Notphasen aktiviert nicht in Zeiten von Sättigung.
Erst, wenn wir uns freiwillig oder erzwungen diesen Phasen aussetzen, werden tatsächlich Stresshormone ausgeschüttet, die das Abgreifen von gespeicherter Energie ermöglichen.
Im Zusammenhang mit Asthma ist allerdings eine Nebenwirkung bedeutsam: Viele Patienten leiden unter einer sogenannten Hyperventilation, das heißt, sie atmen zu schnell und zu tief.
Diese dysfunktionale Atmung tritt besonders in Stresssituationen oder bei Unsicherheit auf. Bei einer FMD kann dies verstärkt werden. Schnelle, tiefe Atmung führt zu einer Absenkung des Kohlendioxid-Gehalts im Blut.
Das wiederum kann die glatte Muskulatur der Atemwege zur Verkrampfung bringen ein Asthmaanfall kann ausgelöst werden. Weitere typische Folgen wie Schwindel, kurzfristige Mattigkeit und ein allgemeines Schwächegefühl treten ebenfalls häufig auf.
Viele Betroffene wissen nicht, wie sie richtig und effizient atmen sollen.
Deshalb lohnt sich der genaue Blick auf Ihre Atmung: Wenn Sie während des Fastens Asthma-Symptome bemerken, deutet das mit hoher Wahrscheinlichkeit auf eine chronische Hyperventilation hin.
Ziel sollte es sein, zunächst die Atmung in den Griff zu bekommen. Atemtherapien und gezielte Übungen zum Beispiel eine sogenannte Kontrollpause mit mindestens 25 Sekunden helfen, bevor Sie erneut eine FMD beginnen.
Diese Herangehensweise sorgt nicht nur dafür, dass Fasten besser vertragen wird, sondern setzt auch die antientzündlichen Potenziale optimal frei.
Mit der richtigen Atemtechnik und einem gut gesteuerten Fasten kann eine beeindruckende gesundheitliche Verbesserung erreicht werden Erfahrungen zeigen, dass sich Beschwerden deutlich mindern lassen und das Wohlbefinden steigt.
Und wer die Zusammenhänge zwischen Atmung, Fasten und individueller Stressreaktion kennt, kann sie therapeutisch sinnvoll nutzen.