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Eiweißversorgung bei fleischfreier, lektinfreier Ernährung mit Lebensmittelunverträglichkeiten.

Transparenz-Hinweis (EU AI Act): Die Videoinhalte stammen zu 100% von Dr. Gersch oder seinem medizinischen Team. Das Titelbild und die Text-Zusammenfassungen wurden hingegen maschinell durch eine KI (Künstliche Intelligenz) generiert und sind nicht gesondert ärztlich überprüft.

Video-Transkript

Eiweißversorgung bei fleischfreier, lektinfreier Ernährung mit Unverträglichkeiten

Wie Sie Ihren persönlichen Eiweißbedarf decken, wenn die Auswahl an verträglichen Lebensmitteln stark eingeschränkt ist etwa durch eine lektinfreie Ernährung, den Verzicht auf Fleisch oder verschiedene Unverträglichkeiten ist für viele ein herausforderndes Thema.

Besonders wenn erhöhte IgG-Werte auf Nüsse wie Mandeln oder Macadamia, Milcheiweiß (insbesondere Casein) und andere häufige Eiweißquellen vorliegen, stellt sich die Frage, wie Sie dennoch eine ausreichende Eiweißzufuhr sicherstellen können.

Zunächst ist es wichtig zu wissen: Wenn Sie Antikörper gegen Milcheiweiß gebildet haben, werden Sie durch den Konsum verschiedener Milchfraktionen wie etwa Molke (z. B. in Form von Ricotta), das Problem kaum beseitigen können.

Gerade bei Menschen mit anhaltender erhöhter Darmdurchlässigkeit, dem Leaky-Gut-Syndrom, das besonders bei großem Verzicht auf tierische Produkte aufgrund von Lektinen häufig zu beobachten ist, zeigen sich solche Reaktionen verstärkt.

Solange der Darm nicht versiegelt ist, bleibt eine Antikörperreaktion gegenüber Milcheiweiß wahrscheinlich bestehen oder verstärkt sich sogar.

Wenn ethische Gründe für den Fleischverzicht sprechen, so sollte Ihre Entscheidung dazu selbstverständlich respektiert werden.

Verlassen Sie Fleisch aus rein gesundheitlichen Gründen, lohnt ein kritischer Blick, denn oft erweist sich strikter Verzicht nicht als vorteilhaft. Gehen wir davon aus, dass sowohl Fleisch als auch Nüsse sowie Milchprodukte ausgeschlossen werden müssen, und auch Eier aufgrund möglicher Unverträglichkeiten wegfallen, stellt sich die Frage nach alternativen Eiweißquellen.

Eine interessante pflanzliche Option ist Pilzeiweiß. Mittlerweile sind hochwertige Pulver aus Speisepilzen erhältlich, die sehr gut einsetzbar sind. Noch vielseitiger ist marines Eiweiß: Sind Fisch oder Meeresfrüchte keine Alternative, empfehlen sich Algen, speziell Spirulina.

Diese Alge enthält etwa 50 % Eiweiß. Spirulina ist gut verträglich und kann als Nahrungsergänzung sinnvoll sein, etwa in Form von Presslingen. Allerdings benötigen Sie große Mengen, um den Tagesbedarf vollständig zu decken.

Bei einem Eiweißbedarf von 20 Gramm müssten Sie rund 133 Spirulina-Presslinge zu sich nehmen, was in der Praxis selten umzusetzen ist. Eine Supplementierung zur Ergänzung macht hingegen durchaus Sinn.

Für viele Patientinnen und Patienten hat sich auch Hefe als Eiweißquelle bewährt, insbesondere solche, die auf Zuckermelasse gezüchtet wurde und damit lektinfrei bleibt. Brauhefe beispielsweise liefert neben biologisch wertvollem Eiweiß auch reichlich B-Vitamine und andere Mikronährstoffe.

Als Tabletten sind diese Präparate leicht verfügbar und einfach zu dosieren.

Bei stark eingeschränkter Nahrungsmittelauswahl bietet sich zudem an, verschiedene pflanzliche Quellen in der täglichen Ernährung zu kombinieren.

Lektinarme oder -freie Getreide wie Hirse und Sorghum liefern moderat Eiweiß und können als Basis dienen. Gemüse, insbesondere Kreuzblütler wie Brokkoli und Blumenkohl, weisen ebenfalls einen nicht zu vernachlässigenden Eiweißanteil und entzündungshemmende Eigenschaften auf.

Beachten Sie, dass ein übermäßiger Verzehr von Kreuzblütlern insbesondere bei bestehender Schilddrüsenerkrankung beobachtet werden sollte; hier hilft eine regelmäßige Messung der Schilddrüsenfunktion.

Im Frühling bietet Spargel eine wertvolle Bereicherung des Speiseplans als eiweißreiches Gemüse. Und schließlich dürfen Hülsenfrüchte nicht vergessen werden: Werden sie im Schnellkochtopf zubereitet, ist der Lektinanteil minimal und sie liefern hochwertiges pflanzliches Eiweiß.

Um 20 Gramm Eiweiß aus Linsen zu gewinnen, reichen bereits etwa 200 Gramm. Ballaststoffe und langkettige Kohlenhydrate aus Hülsenfrüchten unterstützen zudem die Blutzuckerregulation.

Zusammenfassend gibt es mehrere Wege, auch bei fleischfreier, lektinfreier Kost mit zusätzlichen Unverträglichkeiten eine adäquate Eiweißversorgung umzusetzen. Die Erfahrungen zeigen, dass ständiges Sondieren von Subklassen spezifischer IgG-Antikörper selten zielführend ist.

Sobald die Immunschranke im Darm wiederhergestellt ist, sinken auch die Antikörperspiegel. Arbeiten Sie daher mit klaren Regeln und vermeiden Sie kurzfristige Kompromisse. Nutzen Sie eine Kombination verschiedener pflanzlicher und alternativer Eiweißquellen und ziehen Sie bei Bedarf auch hochwertige Aminosäurepräparate in Erwägung.

So gelingt es, den Eiweißbedarf auch bei erhöhten Anforderungen optimal zu decken.


Quellen: Partially Replacing Animal-Based Protein Foods With Plant-Based Protein Foods A Systematic Review of Randomized Controlled Trials in Healthy Adults.

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