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Um Langlebigkeit zu Erreichen müssen Sie sich vor Unfällen hüten

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Dr. med. Christian Gersch
Privatärztliche Praxis

Artikel auf meiner Website sind als Information für meine Patientinnen und Patienten gedacht. Sie können nicht meinen persönlichen oder den Rat eines anderen Arztes ersetzen. Bitte verwenden Sie die hier vorgehaltenen Informationen nicht für die selbstständige Diagnose oder Behandlung einer Erkrankung. Suchen Sie mich oder einen anderen Arzt auf, wenn Sie von Krankheiten, Leiden oder Körperschäden betroffen sind, die in Zusammenhang mit einem der in diesem Artikel besprochenen Themen stehen. Besprechen Sie mögliche änderungen Ihres Lebensstils oder Ihrer Ernährung mit einem Arzt, bevor Sie diese umsetzen. Nahrungsergänzungsmittel können Interaktionen mit frei verkäuflichen wie verschreibungspflichtigen Medikamenten aufweisen. Wenn Sie Medikamente einnehmen, setzen Sie diese niemals selbstständig ab, verändern Sie nicht deren Dosis oder nehmen Sie keine weiteren Medikamente/Nahrungsergänzungsmittel ein, ohne zuvor Ihren Arzt zu konsultieren.
Um Langlebigkeit zu Erreichen müssen Sie sich vor Unfällen hüten

Um Langlebigkeit zu Erreichen müssen Sie sich vor Unfällen hüten

Dr. Gersch Veröffentlicht Freitag, 05.04.2019 von Dr. med. Christian Gersch
Dr. Gersch ist niedergelassener Arzt in Kaiserslautern
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eines der Ziele meiner Tätigkeit als Arzt ist, dass meine Patienten ein Leben führen, das idealerweise möglichst lang und frei von Krankheit ist. Aus diesem Grund ist der Anamnesebogen für neue Patienten dreizehn Seiten lang, denn ich sehe es als meine Aufgabe, Risiken nicht nur aus Laborwerten und Untersuchungen, sondern auch aus der Krankengeschichte zu erkennen. Denn nur wenn wir sie kennen können wir Risiken auch mitigieren.

Wahrscheinlich haben Sie schon von der 80/20-Regel gehört (»80 % aller Grundstücke besitzen 20 % der Bevölkerung«). Diese Regel gilt auch bei den Erkrankungen, die unser Leben vorzeitig beenden werden: Menschen werden zu über 80 % Wahrscheinlichkeit an einer von vier Ursachen sterben!

Deshalb ist es Ziel der Präventivmedizin, insbesondere diese vier »Risiken« anzugehen, denn damit wird man den zahlenmäßig besten Effekt erreichen.

Einer meiner Mentoren, der amerikanische Langlebigkeitsmediziner Dr. Peter Attia, verwendet das Bild der vier apokalyptischen Reiter:

Die vier Reiter, eigentlich eines der vier letzten Dinge, symbolisieren bei ihm im übertragenen Sinne die vier Haupt-Todesgründe:

  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen (Herzinfarkt, Schlaganfall, Hirnblutung)
  • Krebs
  • neurodegenerativen Erkrankungen (Alzheimer, Parkinson)
  • Gewaltsamer Tod

Die Risikofaktoren für die ersten drei Ursachen massiv abzusenken kann für Arzt und Patient mitunter viel Arbeit bedeuten. Aber der gewaltsame Tod, den der vierte Reiter bringt, können Sie sofort versuchen in seinem Auftreten zu minimieren!

Viele Menschen vergessen, dass sich unter den Top 10 Todesursachen in jeder Altersgruppe immer Unfälle und Suizid befinden. Traurigerweise gibt es Lebensalter, in denen sich eine dieser Ursachen sogar auf Platz 1 findet.

Egal wie gesund man sich ernährt, wie regelmäßig man Sport macht, wenn man sich in einem Moment tiefer Depression das Leben nimmt, kann man nicht alt werden. Vor einiger Zeit löste ich im Bereitschaftsdienst einen erfahrenen Psychiater ab und nutzte die Chance, ein paar Fälle von suizidalen Patienten, die ich als Notarzt erlebt hatte, zu besprechen. In unserem Gespräch äußerte er sich fest überzeugt davon, dass Menschen im Moment ihres Freitodes diese Entscheidung bereuten. Dazu erzählte er mir eine bewegende Geschichte, wie ein junger Mann erfolglos versuchte seinen Selbstmord abzubrechen. Was ich Ihnen sagen will: Sprechen Sie mich oder eine Vertrauensperson umgehend an, wenn Ihnen einmal der Gedanke durch den Kopf gehen sollte, sich das Leben zu nehmen.

Die meisten tödlichen Unfälle geschehen im Straßenverkehr. Hier spielen vier vermeidbare Risikofaktoren eine zentrale Rolle:

  • Alkohol und Medikamente, aber das wissen Sie schon
  • Ablenkung (insb. durch Smartphones), aber das wissen Sie auch
  • und Schlafmangel!
Schlafdauer Unfallgefahr
8 Stunden normal
6-7 Stunden 1.3x
5-6 Stunden 1.9x
4-5 Stunden 4.3x
< 4 Stunden 11.5x

Quelle: Prof. Matthew Walker, Why We Sleep: Unlocking the Power of Sleep and Dreams, ISBN 978-3442177912

Kurzfazit Kurzfazit

Achten Sie also immer auf ausreichend Schlaf, wenn Sie Auto fahren wollen. Und wenn Ihr Unfallgegner diese Punkte missachtet? Dann haben Sie besser mehr Blech um sich herum – und das schwerere Fahrzeug. Das gilt übrigens auch in Ihrem Urlaub!

Typische andere Unfälle, die mir als Notarzt oft begegneten, waren Reitunfälle , Leiterstürze beim Beschneiden von Bäumen sowie Baustellenunfälle .

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