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Alternativ- oder Schulmedizin?

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Dr. med. Christian Gersch
Privatärztliche Praxis

Artikel auf meiner Website sind als Information für meine Patientinnen und Patienten gedacht. Sie können nicht meinen persönlichen oder den Rat eines anderen Arztes ersetzen. Bitte verwenden Sie die hier vorgehaltenen Informationen nicht für die selbstständige Diagnose oder Behandlung einer Erkrankung. Suchen Sie mich oder einen anderen Arzt auf, wenn Sie von Krankheiten, Leiden oder Körperschäden betroffen sind, die in Zusammenhang mit einem der in diesem Artikel besprochenen Themen stehen. Besprechen Sie mögliche änderungen Ihres Lebensstils oder Ihrer Ernährung mit einem Arzt, bevor Sie diese umsetzen. Nahrungsergänzungsmittel können Interaktionen mit frei verkäuflichen wie verschreibungspflichtigen Medikamenten aufweisen. Wenn Sie Medikamente einnehmen, setzen Sie diese niemals selbstständig ab, verändern Sie nicht deren Dosis oder nehmen Sie keine weiteren Medikamente/Nahrungsergänzungsmittel ein, ohne zuvor Ihren Arzt zu konsultieren.
Alternativ- oder Schulmedizin?

Alternativ- oder Schulmedizin?

Dr. Gersch Veröffentlicht Mittwoch, 27.03.2019 von Dr. med. Christian Gersch
Dr. Gersch ist niedergelassener Arzt in Kaiserslautern
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Es gibt eine recht deutliche Studie der Amerikanischen Yale-Universität. Hier geht es um 280 Patientinnen und Patienten (mittleres Alter 62 Jahre) mit noch nicht metastasierten Krebsarten der Brust, der Prostata, der Lunge und des Darms. Alle diese Patienten hatten auf jede konventionelle Therapie ihrer prinzipiell noch heilbaren Tumoren verzichtet und sich ausschließlich alternativmedizinisch behandeln lassen. Die Ärzte um Skyler Johnson von der Yale School of Medicine in New Haven, Connecticut dann verglichen das Schicksal dieser 280 Menschen mit dem von 560 anderen Patienten, die vergleichbare Krebserkrankungen in vergleichbaren Stadien hatten, sich aber nach dem schulmedizinischen Standard behandeln ließen. Die Fünf-Jahres-Überlebensrate ist ein üblicher Messwert für den Erfolg einer Krebstherapie. In dieser Studie lag die Fünf-Jahres-Überlebensrate unter alternativmedizinischer Krebsbehandlung mit 54,7 % deutlich niedriger als nach konventioneller Therapie mit 78,3 %.

Aus meiner Sicht kann eine klassisch »schulmedizinische« Therapie oft gut um »alternative« Ansätze erweitert werden. Während die westliche Medizin oft sehr gut bei akuten Krankheitsbildern funktioniert, offenbart sie bei chronischen Erkrankungen immer wieder ihre Lücken und Fehler. Hier hilft ein »Blick über den Tellerrand« oft weiter.

In meiner Praxis versuche ich, das beste von beiden Seiten zu verwenden. Eine gute schulmedizinische Diagnostik und Therapie, bis die Leitlinien aufhören oder keinen guten Rat mehr wissen. Und ab dann wissenschaftlich begründete, sinnvolle Alternativen. Oder vielleicht sogar ein Aufspüren der Ursache und eine ursächliche Behandlung. Aber das sind Dinge, für die fehlt in der normalen Kassenarztpraxis leider oft auch die dafür notwendige Zeit.

Kurzfazit Kurzfazit

Damit die Kombination aus Schul- und Alternativmedizin klappt, ist es wichtig, dass Sie offen mit einem Arzt sprechen, wenn Sie auch eine andere Behandlung in Anspruch nehmen. Nur dann kann sichergestellt werden, dass beide Therapien miteinander kompatibel sind. Das gleiche sollte für Ihren alternativen Behandler gelten. Sollte sich einer der beiden abfällig darüber äußern, so überdenken Sie Ihre Arzt-/Behandlerwahl. Denn eine zweite Meinung sollte ein guter Arzt immer neben der seinen akzeptieren.

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